Was ist der Entlastungsbetrag?

Der Entlastungsbetrag ist eine Budget-Leistung, welche den Versicherter von den Pflegekassen ab Pflegestufe 1 zusteht. Die pflegebedürftige Person bekommt monatlich 125 Euro auf das Pflegekonto gut geschrieben. Dort steht es monatlich zum Abruf bereit. Dieser Betrag kann über mehrere Monat aufgestaut werden.

Wichtig hierbei zu beachten ist, dass dieser Betrag am 30.06 des Folgejahres verfällt. Bis dahin bleibt das Guthaben auf dem Konto bestehen. Sollte das Budget von 125€ in einem Monat mal nicht aufgebraucht werden, bleibt der Restbetrag auf dem Konto der Pflegekasse ebenfalls bestehen.

Umwandlung von Sachleistungen

Da die 125 Euro im Monat schnell aufgebraucht sein können, gibt es eine Möglichkeit diesen Betrag zu erhöhen. So gibt es die Möglichkeit ab Pflegestufe 2, einen Betrag der Pflegesachleistungen von bis zu 40% umwandeln zu lassen, und diesen Betrag auf den Entlastungsbetrag daraufzurechnen. Um diesen Vorteil zu nutzen, ist ein Antrag bei der jeweiligen Pflegekasse nötig. Es ist darauf zu achten, wenn der Betrag für die Pflegesachleistungen nicht komplett aufgebraucht wird.

So hätte man monatlich folgendes Budget zur Verfügung:

  • Pflegestufe 1: 125,00€ im Monat
  • Pflegestufe 2: 400,60€ im Monat
  • Pflegestufe 3: 644,20€ im Monat
  • Pflegestufe 4: 769,80€ im Monat
  • Pflegestufe 5: 923,00€ im Monat

Wozu dient der Entlastungsbetrag

Der Entlastungsbetrag dient der Entlastung der pflegenden Angehörigen oder anderer nahestehende zur Förderung der Alltagsgestaltung. Hierbei werden Aufwendungen erstattet, die im Zusammenhang der Tages bzw. Nachtpflege, Kurzzeitpflege, oder vom jeweiligen Land anerkannte, Angebote zur Unterstützung im Alltag entstehen.

Verwendung des Entlastungsbetrages

Der Entlastungsbetrag kann für viele Leistungen in Anspruch genommen werden. Häufig werden folgende Beispiele für den Entlastungsbetrag genutzt:

  • Angebote zur Unterstützung im Alltag
  • Betreuungsleistungen
  • Spaziergänge
  • Betreuung bei Demenz
  • Betreuung bei körperlichen Einschränkungen
  • Freizeit und Reisebegleitung

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